©Lucia Czech 2020

GEFÜHLE

Gut bei mir zu sein geht einher mit einem Wahrnehmen meiner Gefühle da wo sie tatsächlich statt finden: in meinem Körper.

Wir sind von starken Emotionen und Gefühlen geplagt und wissen nicht, woher diese Gefühle stammen. Sind es unsere eigenen oder fremde Gefühle?

Sind es alte oder aktuelle Gefühle?

Wichtige Inhalte bei der Entwicklung von Gefühlsbewusstsein:

* Entwicklung einer achtsamen Wahrnehmung der eigenen ICH-Grenze und der  

   eigenen Gefühle.

* Übung: "Wie geht es mir jetzt gerade?" aus dem Körper beantworten lernen.

* Wie könnten wir befriedigend mit unangehmenen (negativen) Gefühlen umgehen?

 

Wichtige Fragen in Bezug auf das Ichgrenzbewusstsein und Gefühlsbewusstsein:

* Wann haben Sie das letzte Mal überzeugt und überzeugend NEIN gesagt?
* Zu wem haben Sie dieses Nein gesagt?
* Wie wurde das Nein aufgenommen?
* Kennen Sie ein schlechtes Gewissen wenn Sie Nein sagen?

Im alltäglichen "Funktionieren müssen" übersehen wir nur allzu oft unsere eigenen, wahren Gefühle und Bedürfnisse. Wir wollen gefallen, geliebt und anerkannt werden.

Die Fragen: „Was ist mit mir? und "Wie geht es mir jetzt gerade?“ unterstützen den Prozess bei der Entwicklung eines achtsames Grenzbewusstseins. Für den Fall, dass wir uns dadurch selbst als "egoistisch" empfinden oder von Mitmenschen als solche bezeichnet werden, hier eine gute Nachricht: es haben ALLE Menschen in unserem Umfeld etwas davon, wenn wir gut auf uns selber achten und uns und unsere Gefühle wertschätzen. Dadurch fällt es uns auch leichter unser Gegenüber zu achten in ihrem Andersein. Wahres Miteinander und Mitgefühl ist dadurch gekennzeichnet. 

KOLLEKTIVE GESCHICHTE VON GEFÜHLEN:

 

Wir alle haben einen bestimmten Umgang, unterschiedliche Dynamiken in Bezug auf Gefühle erfahren, erlernt und verinnerlicht.

Manche Aussagen wie: "Jungs weinen nicht", "Mädchen dürfen nicht wütend sein", sind nur zwei sehr prägnante von ganz vielen Glaubssätzen, die im Zusammenhang mit Gefühlen in unserer Gesellschaft teils immer noch aktv sind. Sie bestimmen nicht nur unser aller Gefühlswelt, sie erzählen auch von geschlechtsspezifischem Umgang mit Gefühlen.

Gefühle sind sehr wichtige Botschafter!

Warum sonst sollte es Gefühle geben, wenn sie keine Aufgabe hätten?

Sie nähren uns, sie schützen uns, sie beschenken uns, sie helfen uns dabei, uns zu entwickeln.

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FREMDE GEFÜHLE

Oft tragen wir auch fremde Gefühle in uns. Gefühle, die wir von unseren Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Partner, Kollegen, Freunde, etc. übernommen haben oder die uns mitgegeben wurden. Es sind Gefühle, die uns lähmen, ängstigen, ... die wir allerdings so sehr verinnerlicht haben, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, sie könnten nicht zu uns gehören. Manche Gefühle bekommen wir vererbt, sie sind praktisch ein Teil von uns. Oder es sind Gefühle, die uns uns selbst gar nicht mehr wieder erkennen lassen. Wenn Sie sich selbst sagen hören: "So oder so kenne ich mich eigentlich garn nicht", oder "Eigentlich bin ich ganz anders, ich weiß gar nicht warum ich mich so  verhalte" deutet darauf hin, ein fremdes Gefühl übernommen zu haben.

Wollen wir ein Gefühl loswerden kann es ebenfalls darauf hindeuten, dass es ein fremdes Gefühl ist.

In achtsamer Begleitung spüren wir intuitiv, welche Gefühle unsere eigenen sind und welche übernommen und für andere getragen werden. Unseren eigenen Gefühlen können wir bei achtsamen Hinspüren zustimmen. Bei fremden Gefühlen ist das nicht möglich. Ein Grund warum wir sie loswerden wollen. Das Tragen fremder Gefühle erschwert es uns, ganz bei uns selbst zu sein, mit unseren eigenen Gefühlen, ob unangenhem oder angenehm, zurecht zu kommen.

 

Wenn wir uns für unsere Gefühle öffnen und erstmal erfahren, wie wohltuend es ist, sie wahrzunehmen, anzuerkennen und zu achten, werden wir bemerken, wie wir selbst werden, wie Ruhe und Stille in uns einkehren kann weil wir nicht mehr vor unangenehmen, fremden davon laufen, sondern uns in uns hinein entspannen dürfen. Die Suche im Außen ist oft zu recht ein Flüchten vor einem Schmerz, vor Schwerem, das in uns hinterlassen wurde.

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Wenn jeder Mensch seine Verantwortung für seine eigenen Gefühle übernimmt, wird das Beziehungsleben um vieles einfacher und harmonischer. Wir können uns dann wirklich miteinander verbinden, weil wir mit uns selbst verbunden sind.

 

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Termine nach Vereinbarung.