©Lucia Czech 2020

"Gut bei mir sein mit achtsamer Abgrenzung"

nach dem Self-Boundary Awareness Modell von

Dr. Klaus Blaser (Schweiz)

 

www.horizologie.ch

 

Wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch von Geburt an eine psychisch-seelische Innenwelt besitzt, dann muss außerhalb dieser Innenwelt auch eine Außenwelt existieren. Wenn es diese beiden Welten gibt, dann gibt es auch eine GRENZE, eine mentale Ich-Grenze, die diese zwei Welten oder Räume voneinander trennt und sie gleichzeitig miteinander verbindet. Das bedeutet, dass drei mentale Räume existieren: Ihre Innenwelt, meine Innenwelt und die Welt die dazwischen liegt.

Wir nehmen für die Innenwelt das symbolische Bild eines GARTENS, dessen Grenze der GARTENENZAUN ist und in dem man durch das Gartentor eintritt bzw. von Innen heraus tritt.

Womit können wir unsere mentale Ich-Grenze überschreiten? Mit unserer Aufmerksamkeit. Die drei Räume, Ihre, meine Innenwelt und der Raum dazwischen, sind Aufmerksamkeitsstandorte, wo wir uns mit unserer Aufmerksamkeit bewegen und wo wir uns aufhalten können.

Eine Grenze unterscheidet: Ohne Grenze können wir zwei Gegenstände nicht auseinanderhalten. Ihre Innenwelt sieht anders aus als meine, auch anders als die Innenwelt Ihres Partners. Die Grenze ist auch der Ort, wo zwischen den Räumen ausgetauscht wird. Die Grenze ermöglicht die Aufnahme und Penetration, Ausscheidung und Wegnahme.

Wodurch sich Ihre Innenwelt von der Ihres Partners unterscheidet, Ihrer Eltern, Geschwister, Freunde und Kinder und was wir austauschen sind unterschiedliche Elemente: Gefühle, Innere Bilder, Erfahrungen, Glaubenssätze, Aufgaben, Verantwortung.

​FÜR WEN IST DIE ARBEIT MIT DER ICH-GRENZE?

Diese Arbeit ist für Menschen, die

 

* Schwierigkeiten haben, "Nein zu sagen"

* sich hilflos fühlen gegenüber äußeren Gegebeheiten und Geschehnissen

* bei Überforderung und Überlastung

* bei Konflikte in beruflichen und privaten Beziehungen

* bei Schwierigkeiten zu entspannen und

* und vieles mehr.

Die Arbeit mit dem eigenen, inneren Gartenzaun und dem psychischen (inneren) Garten kann Klarheit in Beziehungen und in jeder momentanen Begegnung bringen. Mit der bewußten Auseinandersetzung des eigenen Gartens, die auch die Schulung der Achtsamkeit gegenüber des eigenen Körpers beinhaltet, können wir selbstbewußter, gelassener und entspannter in Beziehungen allgemein werden.